Weizentortillas

Tortillas sind mexikanische Fladenbrote, die traditionell aus Maismehl hergestellt werden. In Nordmexiko und in den USA sind Tortillas aus Weizen verbreitet. Ich muss gestehen, dass ich mit Maismehl bzw. dem „masa harina“ (Teigmehl), das die Mexikaner für die Tortillas verwenden, nicht richtig arbeiten kann. Der Mais ist glutenfrei und daher fehlt ihm auch der backfähige Kleber. Das Resultat ist, dass der Teig total bröselig und brüchig wird. Es gibt die Möglichkeit bestimmte Zusätze in den Teig zu geben, damit er leichter zu verarbeiten ist. Aber damit habe ich mich zu wenig auseinander gesetzt. Ich finde Tortillas aus Weizen gelingen wesentlich leichter, sind weicher und biegsamer.

Nach dem für mich „perfekten“ Rezept habe ich lange gesucht und vieles probiert. Nun bin ich zufrieden – sogar meinen Kindern haben die Tortillas geschmeckt. Der Teig braucht nur wenige Zutaten und ist sehr einfach zuzubereiten. Damit brauche ich nicht mehr die im Lebensmittelhandel vorgefertigten Tortillas kaufen. Wenn man schaut wie lange die haltbar sind und schon der Geruch alleine wenn man die Packung aufmacht (ich finde, die riechen immer so leicht nach Essig - vielleicht habe ich auch nur eine empfindliche Nase)…da kann ja nix Gscheites drinnen sein.

 

Einige Tipps damit die Tortillas gut gelingen:

- Unbedingt warmes Wasser für die Teigzubereitung verwenden, den Teig zum Rasten mit einem nassen Tuch abdecken und an einem warmen Ort  

  gehen lassen. Warum: wie beim Strudelteig lässt sich auch der Tortillateig leichter ausziehen, wenn dieser warm ist. Und das feuchte Tuch ist, damit die

  Oberfläche nicht austrocknet.

- Beim Ausarbeiten mit dem Mehl sparen - nur soviel verwenden wie unbedingt notwendig! So lässt sich der Teig besser verarbeiten.

- Die Tortillas so dünn wie möglich ausarbeiten.

- Mit einer beschichteter Pfanne gelingt es vielleichter die Tortillas zu backen.

- Wenn der Teig Blasen bekommt ist er eigentlich schon durch. Dennoch umdrehen, damit die zweite Seite auch eine schöne Farbebekommt.

- Die Tortillas nach dem Backen mit einem feuchten Tuch abdecken, damit bleiben sie biegsam.

- Tortillas kann man auch gut einfrieren.

- Es gibt unendlich viele verschiedene Füllungen – demnächst findet ihr Rezepte auf meinem Blog ;-).

Zubereitung

- Mehl, Backpulver und Salz miteinander vermengen.

 

- Öl und Wasser dazugeben (zuerst nur Hälfte des Wassers und langsam steigern) und mit einer Küchenmaschine oder mit der Hand durchkneten bis ein

  glatter, sehr weicher Teig entsteht. Mit einem feuchten Tuch abdecken und 20 Minuten an einem warmen Ort rasten lassen.

 

- Den Teig zu einer Rolle formen, in ca. 70 g schwere Teile teilen und diese Teile zu Kugeln formen.

 

- Teig so dünn wie möglich ausrollen – zuerst mit dem Nudelwalker auswalken und dann mit den Händen (wie einen Strudelteig) ausziehen.

 

- Sofort in einer beschichteten Pfanne ohne Öl backen. Wenn am Teig Blasen entstehen, umdrehen und auf der anderen Seite nochmals kurz anbacken –

  nicht zu lange, da das Tortilla sonst brüchig wird.

 

- Die Fladen mit einem feuchten Tuch abdecken und zum Warmhalten ins Backrohr geben.